Zollernalbkreis erarbeitet integriertes Klimaanpassungskonzept
Auf Veranlassung des Kreistags erstellt die Landkreisverwaltung ein integriertes Klimaanpassungskonzept. Ziel ist es, den Auswirkungen der Erderwärmung und der damit einhergehenden Folgen strukturiert zu begegnen, negative Folgen abzumildern und Chancen für den Zollernalbkreis zu nutzen.
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Bei der Auftaktveranstaltung für Leitende der Fachämter der Landkreisverwaltung sensibilisierte Catharina Pawlowskij, Dezernentin für Verkehr und Kreisimmobilien, für die Thematik und motivierte zu einem ämterübergreifenden Miteinander. Renate Ludewig, die seit Anfang des Jahres das Fachteam „Klimaschutz und Klimaanpassung“ im Landratsamt verstärkt, stellte das Projekt vor und zeigte die nächsten Schritte bis zur Fertigstellung des Klimaanpassungskonzepts auf. In der Arbeitssitzung wurden die Auswirkungen und Herausforderungen des Klimawandels für die Aufgaben der Fachämter thematisiert – beispielsweise in den Bereichen Wasser und Bevölkerungsschutz, Forst- und Landwirtschaft, Naturschutz und Biodiversität. Ebenso für den Tourismus, wenn, wie zunehmend feststellbar, die Winter kürzer werden und sich im Gegenzug die Schönwetter-Wander-Periode verlängert. Deutlich wurde, dass in vielen Bereichen bereits Aktivitäten angestoßen wurden, um auf die sich verändernden Gegebenheiten zu reagieren. Etwa mit dem Waldumbau und der damit einhergehenden Pflanzung „klimafester“ Baumarten. Im Bereich Hitzeschutz engagiert sich das Gesundheitsamt mit Aktionen in Freibädern, zudem bietet die Energieagentur spezielle Gebäudeberatungen an.
Neben den Fachleuten der Landkreisverwaltung werden die Städte und Gemeinden bei der Konzepterarbeitung intensiv eingebunden. Veranstaltungen für die kommunalen Vertreterinnen und Vertretern sind im Februar vorgesehen. Dazu kommen weitere Arbeitstreffen und Vorträge mit Expertinnen und Experten, die wertvolle externe Perspektiven beisteuern. Über eine Umfrage können ebenso Bürgerinnen und Bürger Aspekte einspeisen. „Oberstes Ziel ist, ein möglichst vollständiges Bild zu ermitteln. Wir wollen gemeinsam mit vielen Akteuren maßgeschneiderte Strategien und notwendige Maßnahmen zur Klimaanpassung entwickeln, die auf die speziellen Gegebenheiten in unserem Zollernalbkreis zugeschnitten sind“, so Catharina Pawlowskij. Das Projekt wird vom Bundesumweltministerium gefördert und läuft über zwei Jahre. Eng begleitet wird die Erstellung des Klimaanpassungskonzepts für den Zollernalbkreis durch die Planungsbüros alpS (Innsbruck) und Klima Plus (Freiburg), die dafür Erfahrungswerte aus anderen Landkreisen mitbringen.