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Prävention und Hilfe für Kinder aus suchtbelasteten Familien

Unsicherheiten im Umgang mit Kindern aus suchtkranken Familien abbauen, den Blick auf Gelingendes richten und Ressourcen von Kindern stärken, waren die Inhalte des Fachtages „Kinder aus suchtbelasteten Familien stärken“ am 5. April im Sitzungssaal des Landratsamtes. Organisiert und durchgeführt wurde der Fachtag von der Diakonischen Suchtberatungsstelle Balingen, dem Verein Huckleberry und Pippilotta sowie dem Landkreis. Über 80 interessierte Fachkräfte aus Jugend-, Gesundheits-, Sucht- und Selbsthilfe sowie dem Bereich Kindergarten und Schule nahmen teil.  

Kinder und Jugendliche aus suchtbelasteten Familien sind häufig vielfältigen Belastungen ausgesetzt. Sie erleben nicht selten Grenzüberschreitungen, extreme Stimmungsschwankungen, unberechenbare Verhaltensweisen der Vertrauenspersonen, Trennungen und Scheidungen oder sind Opfer von Misshandlungen und Vernachlässigung. Dass diese Kinder aber auch über Ressourcen und Eigenschaften verfügen, die den Entwicklungsverlauf positiv beeinflussen zu können, wurde mit dem Fachtag deutlich. Aus diesem Grund wurde diese Veranstaltung im Landratsamt zur Sensibilisierung und Festigung des Handelns unter Fachkräften angeboten. Neben aktuellen Zahlen und Erkenntnissen wurden Projekte und Angebote im Landkreis vorgestellt. 

Der Expertenvortrag von Jürgen Kähni, Heilpädagoge, Systemischer Therapeut und Supervisor, vermittelte einen erfahrungsorientierten Input, der die Fachkräfte anregte, hilfreiche Ideen im Umgang mit der Familie zu entwickeln. Es ging darum, die Problemtrance hinter sich zu lassen und den Blick auf Ressourcen und Gelingendes zu richten. Anhand einer simulierten Beratungssituation wurde den Fachkräften eine gelingende Beratung dargestellt. Der lebendige und interaktive Expertenvortrag konnte Unsicherheiten im Umgang mit suchtkranken Familien abbauen und das professionelle Handeln der Fachkräfte festigen.
 
Ein weiteres Ziel an diesem Tag war die bessere Vernetzung und der fachliche Austausch untereinander. Netzwerke sollten neu belebt und weiter ausgebaut werden. Der Fachtag gab genügend Raum und Möglichkeit für diesen fachlichen Austausch. Viele Fragen konnten geklärt und neue Impulse gesetzt werden. Damit die Kinder und Jugendlichen aus suchtkranken Familien auch in Zukunft noch besser aufgefangen werden können, planen Magdalena Dieringer von der Suchtberatungsstelle, Helga Huber vom Verein Huckleberry und Pippilotta sowie Lisa Wagner vom Landratsamt Fortbildungen und Seminare für Fachkräfte. 
 
Im Zollernalbkreis gibt es vielfältige Angebote für Kinder und Jugendliche aus suchtkranken Familien. Ein Beispiel ist der Verein Huckleberry und Pippilotta, der Kinder, Jugendliche und Eltern aus suchtbelasteten Familien mit Einzel- und Gruppenangeboten begleitet und unterstützt. Weitere Informationen über www.huckleberry-und-pippilotta.de oder Telefon: 07433 / 9097364.